Kieferorthopädie

Warum Kieferorthopädie?

Schöne Zähne - Strahlendes Lachen - dank Kieferorthopädie

Unsere Zähne haben eine wirklich eindrucksvolle Stellung in unserem Leben. Von Geburt an beeinflussen sie nicht nur die Gesundheit des gesamten Körpers sondern auch die Harmonie unseres Gesichtes, prägen unsere Sprache, die persönliche Ausstrahlung und somit den Gesamteindruck eines Menschen.

Allerdings kommen längst nicht alle mit einem perfekten Gebiss auf die Welt. Abhilfe schafft hier die Kieferorthopädie (KFO), die jedem zu gesunden Zähnen und einem strahlenden Lächeln verhelfen kann – in fast jedem Alter.

Dazu bedarf es allerdings einiges mehr als Zahnspangen oder Klammern: Die KFO ist ein Fachgebiet der Zahnmedizin und befasst sich mit der Erkennung, Verhütung und Behandlung von Zahn- und Kieferfehlstellungen. Wobei es in erster Linie vor dem schönen Aussehen um die Erhaltung und Wiederherstellung wichtiger gesundheitlicher Faktoren geht.

Ziel ist neben einem Optimum an Ästhetik immer das funktionierende Gebiss.

Die Zahnpflege

Zahn- und Mundhygiene sind Voraussetzung für gesunde Zähne. Um so mehr, wenn diese einer kieferorthopädischen Behandlung unterzogen werden. Schließlich ist es nicht gerade förderlich, wenn sich unter einer Zahnspange Bakterien vermehren und der Patient den Zahn durch Karies verliert. Allerdings gilt es während einer kieferorthopädischen Behandlung einige Besonderheiten zu berücksichtigen:

Eine herausnehmbare Zahnspange ist recht einfach mit einer herkömmlichen harten Zahnbürste und Zahnpasta zu reinigen. Zuerst mit warmem Wasser oder einer Reinigungslösung abspülen, dann sorgfältig besonders die Spalten und Vertiefungen, Drähte und Stellschrauben reinigen, bis letztere metallisch glänzen.

Kommt es doch einmal zu hartnäckigeren Ablagerungen können diese mit einer Wasser-Essig-Lösung (2:1) effektiv beseitigt werden. Aber das Abspülen danach nicht vergessen!

Bei einer festsitzenden Zahnspange sollte etwas mehr Zeit (Abends etwa 15 Minuten) für die gründliche Reinigung von Zähnen und Apparatur morgens, abends und nach jeder Mahlzeit – auch nach Zwischenmahlzeiten – einkalkuliert werden.

Die herkömmliche Putztechnik ist wegen der aufsitzenden feinen Brackets und Drähte meist nicht mehr geeignet. Statt dessen wird schrittweise erst oberhalb und dann unterhalb der Brackets geputzt (im Winkel von 45 Grad). Speziell für den Bereich unter den Brackets und Drähten – die im übrigen auch immer sorgfältig gereinigt werden müssen – gibt es individuell geformte Zahnbürsten zum Ablösen hartnäckiger Speisereste.

Für die am schlechtesten erreichbaren Zahnzwischenräume sollte schlussendlich die Zahnseide zum Einsatz kommen. Für das Essen gilt: Äpfel, Nüsse und andere harte Lebensmittel nicht abbeißen, sondern in mundgerechte Stücke schneiden. Ansonsten könnten die empfindlichen Drähte und auch die Brackets selbst zu leicht beschädigt werden.

Die Kosten

Ab dem 01.01.2002 muß ihr Fachzahnarzt für Kieferorthopädie eine Einstufung in die „Kieferorthopädischen Indikationsgruppen“ (KIG) vornehmen. Die KIG sollen mit der Einteilung in fünf Schweregrade sicher stellen, dass die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) nur noch für die Behandlung solcher Zahn- und Kieferfehlstellungen aufkommen, die das Atmen, Beißen, Kauen und Sprechen erheblich beeinträchtigen oder zu beeinträchtigen drohen.

Von den fünf Schweregraden der Indikationsgruppen trifft dies auf Fehlstellungen der Grade 3, 4 und 5 zu, deren Behandlungskosten auch weiterhin von der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) übernommen werden. Und zwar nach der nach wie vor geltenden gesetzlichen Regelung des SGB V § 12, nach der nur die Kosten einer ausreichenden, zweckmäßigen und wirtschaftlichen kieferorthopädischen Versorgung übernommen werden dürfen.

Diese müssen aus dem der Kasse einzureichenden Heil-Kostenplan (erstellt der behandelnde Arzt) hervorgehen und werden bei Bewilligung für das erste Kind zu 80 Prozent übernommen und zu 90 Prozent fürs zweite. Die Eigenleistung in Höhe von 20 bzw. 10 Prozent (§ 29 Abs. 2 SGB V) erstattet die GKV nur nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung (§29 Abs. 3 SGB V).

Bei Abbruch – seitens des Patienten oder seitens des Arztes – gibt’s nichts zurück. Leistungen, die über dieses Angebot hinausgehen sind vom Patienten selbst zu zahlen. Mehr Leistungen können aber nur in Anspruch genommen werden, wenn Sie Kostenerstattung gewählt haben.

Kosten für die – medizinisch immer noch notwendigen – Behandlung der Grade 1 und 2 tragen nicht mehr die Kassen, sondern der Patient bzw. seine Eltern selbst.

Was wird noch bezahlt ? – Die KIG im Überblick

Grade 1 und 2 – Behandlung als Privatleistung

  • 1 – leichte Zahnfehlstellung (ästhetische Gründe der Behandlung)
  • 2 – Zahnfehlstellung (Behandlung medizinisch angeraten, wegen geringer Ausprägung als Privatleistung zu erbringen)

Grade 3 bis 5 – Behandlung nach Kostenerstattungsprinzip der GKV

  • 3 – ausgeprägte Zahn- oder Kieferfehlstellung (Behandlung medizinisch notwendig)
  • 4 – stark ausgeprägte Zahn- oder Kieferfehlstellung (Behandlung medizinisch dringend erforderlich)
  • 5 – extrem stark ausgeprägte Zahn- oder Kieferfehlstellung (Behandlung medizinisch unbedingt erforderlich)

Behandlungs(bedarfs)befundgruppen:

  • A – Entwicklungsstörungen im Kopfbereich (im GKV-Leistungskatalog)
  • U – Zahnunterzahlen (GKV-Leistungskatalog wenn Lückenschluss oder prothetische Versorgung erforderlich)
  • S – Zahndurchbruchstörungen (GKV-Leistungskatalog ohne Weisheitszähne)
  • D – Therapie distaler Bisslagen (GKV-Leistungskatalog bei Rücklagen >6mm)
  • M – Mesiale Bisslage (GKV-Leistungskatalog)
  • O – Offener Biss (GKV-leistungskatalog ab >4mm)
  • T – Tiefbissfälle (GKV-Leistungskatalog bei Einbiss der unteren Frontzähne in Gaumen)
  • B – Bukkal- oder Lingualokklusion (GKV-Leistungskatalog)
  • K – Abweichende Kieferbreiten (GKV-Leistungskatalog nur bei Kreuzbiss)
  • E – Kontaktpunktabweichungen (GKV-Leistungskatalog bei Engstand >3mm)
  • P – Platzmangelsituation (GKV-Leistungskatalog bei Platzmangel >3mm)

Wahlleistungen

Gesetzlich Versicherte haben Anspruch auf eine „notwendige, ausreichende und wirtschaftliche“ – nicht aber auf die modernste, effektivste oder ästhetischste kieferorthopädische Versorgung. Diese – auch Wahlleistung genannt – unterliegt in jedem Fall der freien und privaten Vereinbarung zwischen Patient und Arzt

Da die Kosten dafür in keinem Fall von den Kassen übernommen werden, ist eine solche Wahlleistung zwar nicht unbedingt die kostengünstigste Entscheidung, häufig aber die, die am schnellsten zu einem optimalen Ergebnis führt.

Und: Wahlleistungen erschöpfen sich nicht in der Auswahl von Spangenfarbe oder Größe sondern ziehen sich durch alle Schritte der KFO. Von der Diagnose bis zum Retainer.

Funktionsanalytische und funktionstherapeutische Maßnahmen

  • präzisieren die Diagnoseergebnisse
  • analysieren exakt Störungen im gesamten Gebisssystem
  • ermöglichen eine gezieltere Therapie
  • helfen, Erkrankungen der Kiefergelenke vorzubeugen
  • schaffen bereits bei Kindern und Jugendlichen optimale Voraussetzungen für den gewünschten Behandlungserfolg

High-Tech-Innovationen bei Brackets:

  • fast „unsichtbare“ Brackets aus Keramik und Fiberglas
  • „edel“ wirkende goldfarbene Brackets
  • selbstlegierende und miniaturisierte Brackets verkürzen mit ihren aktiven Haltefedern die Behandlungszeit

Retainer-Alternativen

Moderne Alternativen erhöhen den Tragekomfort auch bei einer sehr langen Tragezeit und halten die Zähne fast unsichtbar in Position (festsitzende Lingualretainer, Twistflex-Retainer)

Prophylaxe-Programm während der Multiband-Behandlung

  • Entfernung aller weichen und harten Beläge
  • Zahn-Politur
  • Versiegelung von Zahnglattflächen